Cultural Fit-Check in der ZAHNARZTPRAXIS:Die Management Sercrets der Großen

Aktualisiert: Apr 19

Der Cultural Fit ist ein Fachwort aus der Personalpsychologie und steht für die „kulturelle Übereinstimmung“ zwischen Bewerber und Arbeitgeber.


In der Praxis heißt das: Decken sich unsere Werte mit jenen des Unternehmens, sind wir zufriedener, leistungsbereiter und loyaler.


Eine umfangreiche Studie der Haufe-Gruppe mit Stepstone hat ergeben, dass 93% der Recruiter es wichtig finden, dass Bewerber zur gelebten Unternehmenskultur passen.

Ein Drittel gaben zudem an, den Cultural Fit während den Einstellungsgesprächen zu nutzen.


Was in großen Unternehmen bereits als Management - Tool genutzt wird, geht in Praxen oftmals unter.

Dabei können Praxen mit ihrem Leistungs- und Umsatzniveau locker mit Top-Unternehmen mithalten.


Nutzen Sie die Keys zu langfristiger Mitarbeiterbindung, auch in der Praxis.

Davon profitieren nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch der Arbeitgeber und letztlich der Patient und Ihr Business.

Nichts ist so störend für einen ganzen Betrieb als schlechtes Personalfitting und eine hohe Fluktuation.


Wie klappt also nun ein Cultural Fit Check?


Nehmen Sie die Adlerposition ein

Achten Sie auf den ersten Eindruck. Wie betritt jemand Ihre Praxis?

Eine Übervorsichtigkeit ist kein schlechtes Zeichen, oftmals spiegelt das eine gewissen Unsicherheit wider.

Sind alle in Ihrer Praxis locker und leger unterwegs? Pflegen Sie einen familiären Kontakt zu Ihrem Team? Wird geduzt oder gesiezt? Der Bewerber sollte bereits in dieser Situation ein Pacing betreiben. Was sagt mein Gegenüber nonverbal, wofür steht er?

Überlegt der Bewerber erst jetzt, ob er zum Team passt, ist es fast zu spät.


Stellt der Bewerber Fragen?

Kennen Sie das? Ein strahlender Mensch erwartet Sie in dem Gespräch, bereit alles zu tun, um in Ihrem Team zu arbeiten. Sie sprechen in dem Interview selber überwiegend und am Ende des Gesprächs herrscht Stille. "Haben Sie noch Fragen?" "Nein".

Ein vorbereiteter Kandidat stellt nicht nur seine persönlichen Werte und Eigenschaften im Gespräch heraus, nein, er stellt auch Fragen, die auf die Persönlichkeit des Unternehmens abzielen.

Gute Fragen, um die Praxis-DNA zu entziffern und Interesse zu zeigen, wären beispielsweise:

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit im Team und zwischen den Abteilungen? Was bedeutet Erfolg für die Praxis? Wie würden Sie Ihre Unternehmenskultur, wie die Patientenkultur beschreiben?

Der Bewerber zeigt damit nicht nur großes Interesse am Unternehmen, die richtigen Fragen eröffnen einem auch Tiefen einer Unternehmenskultur, die weder ein CI, noch eine Homepage verraten.


Machen Sie mit dem Bewerber den Airport-Test

Top-Manager bedienen sich in Recruitingprpozessen häufig dem "Airport-Test".

HR-Verantwortliche und Führungskräfte fragen sich dabei, ob sie mit einem Bewerber im Schneesturm am Flughafen sitzen bleiben wollen oder lieber nicht. Diese Methode ist auch Bewerber sehr sinnvoll.

Wie würden Sie sich fühlen? Würden Ihnen locker ein paar gute Gespräche in den Sinn kommen und fühlen Sie sich wohl bei dem Gedanken?

Wenn dem so ist, könnte das ein positives Signal sein.


Achten Sie auf Ihre öffentliche Reputation als Arbeitgeber

Wie bewerten Sie ehemalige Mitarbeiter? Wie haben Sie sich gegenseitig verabschiedet?

Sind Mitarbeiter unzufrieden gegangen, wäre es Zeit nachzudenken, welche Hauptfaktoren die Unzufriedenheit hervorgerufen haben?

Online-Portale mit öffentlicher Negativkritik zeigen (un)berechtigte Kritik, die häufig hätte, vermieden werden können.

Gehen Sie einen Schritt vor und interessieren Sie sich für den Spirit Ihrer Belegschaft.

"Immer nette Mitarbeiter" sind kein Indiz auf zufriedene Mitarbeiter, sondern eher ein Zeichen für eine gute Kinderstube.


Wie können Sie also ein frühzeitiges Alarmsystem entwickeln um schlechte Stimmungen und Probleme zu erkennen?


Starteten Sie anonyme Mitarbeiterbefragungen. Unabhängige Unternehmen für Bewertungsmanagement, wie PatientenLiebling (www.patientenliebling.de) erstellt anonyme und angepasste digitale Umfragen für den regelmäßigen Stimmungscheck der Belegschaft.

Hier zeigen sie aktives Interesse an der Meinung Ihrer Mitarbeiter und können kritische Themen in einer sympathischen Runde gesprochen und angehen.



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